Ergebnisse der Jugendwahl 2021

Die Durchführung der ersten Jugendwahl Kassel wurde von der WELL being Stiftung unterstützt und so freuen wir uns, hier die Ergebnisse und diese wichtige Initiative noch einmal vorzustellen.

Das Projekt verfolgt die Idee, durch eine symbolische Wahl, Jugendliche frühzeitig an die Praxis politischer Teilhabe heranzuführen und Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Die langfristige Forderung der Organisatoren ist die Herabsenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, um all denen eine Stimme zu geben, die am längsten von der Politik betroffen sein werden.

Screenshot Wahlaufruf der WELL being Stiftung

Die noch vergleichsweise geringe Beteiligung bei dieser ersten Wahl, sehen die Organisatoren als Bestätigung, das Projekt weiterzuführen und das Thema noch stärker publik zu machen. Die WELL being Stiftung bedankt sich für das Engagement der Beteiligten und freut sich auf die hoffentlich nächste Jugendwahl im September.  

Im Folgenden finden Sie die offizielle Pressemitteilung der Initiative Jugendwahl mit weiterführenden Links zu Berichten in den Medien:

Weil auch Kinder und Jugendliche eine Stimme haben! - Ergebnisse der Jugendwahl in Kassel vom 07. März!

"Am Sonntag, den 07. März 2021, fand die Kasseler Jugendwahl statt. An 9 Wahllokalen im ganzen Stadtgebiet, sowie im Vorfeld per Briefwahl, konnten Kinder und Jugendliche ihre Stimme für eine Partei abgeben.
Es ging darum den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, symbolisch ihre Stimme abzugeben, sowie einen Zugang zur Grundlage unserer Demokratie,  dem Wählen, zu schaffen. "Denn nur mit einem frühzeitigen Angebot an politischer Partizipation kann dem Phänomen der Politikverdrossenheit entgegengewirkt werden. Aktionen wie die Jugendwahl stellen dafür eine ideale Gelegenheit dar!" erklärt Wiebke Wendorff, eine der Organisatorinnen der Jugendwahl. "Dennoch darf die Jugendwahl keinesfalls nur eine symbolische Wahl bleiben, sondern muss durch die Herabsenkung des Wahlalters ersetzt werden! Deswegen werden wir uns weiterhin für die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen am politischen Geschehen einsetzen, da sie die Gruppe von Menschen sind, die am längsten von den Entscheidungen der Politik betroffen sein werden!"


Die Möglichkeit zur Jugendwahl haben insgesamt 386 junge Menschen genutzt, wobei die Zahlen sich noch um wenige Prozente ändern können, da eventuell noch vereinzelte verspätete Stimmen der Briefwahl von der Post zugestellt werden können.
Davon haben 125 junge Menschen (32%) die Möglichkeit der Briefwahl genutzt, die verbleibenden 261 Stimmen (68%) wurden per Wahl im Wahllokal abgegeben.
Die genaue Aufteilung der Stimmen haben wir Ihnen als Diagramm angehängt und nochmal als Zahlenwerte aufgelistet:

Christlich Demokratische Union : 39 Stimmen (10,103%)
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN : 176 Stimmen (45,596%)
Sozialdemokratische Partei Deutschlands : 35 Stimmen (11,658%)
Alternative für Deutschland: 6 Stimmen (01,554%)
Freie Demokratische Partei : 4 Stimmen (01,036%)
DIE LINKE : 69 Stimmen (17,876%)
FREIE WÄHLER : 5 Stimmen (01,295%)
Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative : 22 Stimmen (05,699%)
Rettet die Bienen : 19 Stimmen (04,922%)

Sie finden die Ergebnisse ebenfalls auf unserer Website unter www.jugendwahl-kassel.de/ergebnisse/

"Durch diese vergleichsweise geringe Wahlbeteiligung hat sich bestätigt, was wir von Beginn an erwartet haben. Es zeigt sich, dass dadurch dass Kindern und Jugendlichen kein Zugang zu den Wahlen geboten wird, wenig junge Menschen an der Wahl teilgenommen haben. Nicht weil sie sich nicht für Politik interessieren, sondern weil sie nicht an die demokratische Partizipation herangeführt werden, sodass der Eindruck entsteht, dass Politik etwas für Erwachsene sei. Wir sehen ein großes Versäumnis in unserer Bildungspolitik als Ursache dafür, denn wenn Jugendliche nicht ausreichend informiert werden und nicht aktiv in den politischen Prozess mit einbezogen werden, muss man sich nicht darüber wundern, dass die Wahlbeteiligung generell abnimmt - der nötige Zugang fehlt." meint Marthe Spahn, ebenfalls Mitorganisatorin der Jugendwahl. "Wir fordern, dass die Politik einerseits einen größeren Schwerpunkt auf die Wahlen und demokratische Mitbestimmung im Bildungskontext legt und andererseits den Zugang durch die Herabsetzung des Wahlalters ermöglicht."

Die Initiative der Kasseler Jugendwahl wird sich auch weiterhin dafür einsetzen und weitere Jugendwahlen organisieren, spätestens zur Bundestagswahl im September!"

Die Medien haben mehrfach über die Jugendwahl berichtet. Links dazu findet sich im Folgenden: